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Die GÖTTINGER BI­BEL­GE­SELLSCHAFT E.V. lädt zu Bilder­vor­trägen über »Israel und Kleinasien« ein

Referent: P. i. R. Dr. Hermann Mahnke

Jeweils um 19.00 Uhr im Ev. Studienhaus Göttingen (ESHG), Obere Karspüle 30

 

Bildervortrag I am Mittwoch dem 12. Dezember 2018:

Kana und Nazareth in Nordisrael

 

natareth 20Nach einem Kurzbesuch im Nazareth benachbarten Kana („Hochzeit von Kana“) geht es in die Heimatstadt Jesu. Heute ist Nazareth eine große arabische Stadt. Vom Nazareth Jesu finden sich jedoch noch eindrückliche Spuren. Weil über ihnen Kirchen errichtet wurden, blieben diese alten Zeugen der Vergangenheit bis heute erhalten. Die moderne röm.-kath. Verkündigungsbasilika – errichtet über vier Vorgängerkirchen – erinnert an die Ankündigung der Geburt Jesu. Neben einer noch heute fließenden uralten Quelle erhebt sich die griech.-orth. Gabrielskirche. Die St. Josefskirche birgt Schätze aus Alt-Nazareth und frühchristlicher Zeit: Eine Grotte, die Christen als Versammlungsraum diente, und ein frühchristliches Taufbecken.

 

 

 

Bildervortrag II am Mittwoch dem 23. Januar 2019:

Auf den Spuren des Apostels Paulus im kleinasiatischen Antiochia in Pisidien

 

Pisidien 10Bei einem kürzlichen Besuch hat Dr. Mahnke Antiochien in Pisidien noch einmal durchfotografiert. Die antike Stadt wurde im 3. Jh. v. Chr. gegründet und vom römischen Kaiser Augustus in den Rang einer Militärkolonie erhoben. Eine monumentale Augustuskultstätte mit Augusttustempel und riesigem Augustuskultplatz erinnert daran. Apostelgeschichte 13 berichtet vom Wirken des Paulus in Antiochien in Pisidien. Eine Paulusbasilika – eines der ersten und auch größten christlichen Kirchen Kleinasiens – bezeugt sein Wirken in der Stadt. Aus den verbliebenen Ruinen (s. links den Aquädukt) konnten Archäologen die ursprüngliche Ansicht vieler Gebäude in Form von Computermodellen rekonstruieren.

 

 

 

Bildervortrag III am Mittwoch dem 30. Januar 2019:

Groß und stark wie Jerusalem: die judäische Stadt Lachisch

 

LachischDas kanaanäische Lachisch wurde unter israelitischer Herrschaft zu einer wehrhaft befestigten Garnisons- und Verwaltungsstadt im Südwesten Judas ausgebaut, groß und stark wie Judas Hauptstadt Jerusalem. Dennoch wurde die Stadt im Jahre 701 v. Chr. von den Assyrern belagert und erobert. König Sanherib hat die Eroberung von Lachisch auf einem 19 m breiten und 2,40 m hohen Alabasterrelief in Ninive detailliert darstellen lassen. Die Bilder davon werfen Licht auf das in der Bibel berichtete Geschehen und führen uns die damalige Kriegsführung vor Augen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im April 2018 fanden nachstehende Vorträge statt:

 

 

 

Bildervortrag I am Mittwoch 11. April 2018:

Massada: verlässliche und verletzliche Festung am Toten Meer

Massada10

Masada ist ein ringsum steil abfallender, 440 m hoher Tafelberg am Toten Meer. König Herodes d. Gr., der die natürlichen Festungs­eig­en­schaften zweimal in kritischen Phasen seines Lebens testen konnte, baute Masada als wehrhafte Festung (s. das Bild ob.) großzügig für seine große Familie und sich selber aus. Später verschanzten sich fier die antirö­mischen Zeloten vom Beginn des jüdischen Aufstandes gegen die römische Vorherrschaft im Jahre 66 n. Chr. an bis hin zur Einnahme der Festung durch die Römer im Jahre 73 n. Chr. Mit dem Bau einer riesigen Rampe bis dicht unter die Verteidigungsmauer von Masada gelang es den Römern, die Festung zu einzunehmen. Allerdings fanden sie nur 960 tote Zeloten – Frauen, Männer und Kinder – vor, weil sich die Zeloten der römischen Strafe und Willkür durch Massenselbstmord entzogen hatten.   

 

 

 

 

Bildervortrag II am Mittwoch 18. April 2018:

Auf den Spuren des Paulus in Lykien: die lykischen Metropolen

Xanthos und Patara

5Xanthos war die Metropole des Volkes der Lykier und des „Lykischen Bundes“, der wohl ersten Demokratie der Welt auf kleinasiatischem Boden. Es ist wegen seiner einzigartigen lykischen Pfeilergräber und wegen seines „Letoons“ bekannt, einer Dreitempelanlage für die Göttin Leto und ihre Kinder Artemis und Apollon. Innerhalb der hellenistisch-religiösen Umwelt hatten Paulus und seine Gemeinden ihren Christusglauben zu bewähren. Patara ist eine sehenswerten Hafenstadt, in der einst Paulus auf seiner 3. Missionsreise das Schiff wechselte. Besichtigt werden ein intaktes Stadttor, ein vom Strandsand befreites Theater, ein restauriertes Rathaus und zwei kürzlich ausgegrabene Bauten: eine Kirche aus dem 4. Jh. n. Chr. und ein Leuchtturm aus der Zeit von Kaiser Nero (1. Jh. n. Chr.).

 

 

 

Bildervortrag III am Mittwoch 25. April 2018:

Beth Shean in Israel: Stadt mit zwei Gesichtern

Sethosstele10Beth Shean

Der Stadthügel von Beth Shean ist 55 m hoch. Die ältesten Sied­lungs­schichten reichen bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurück. Ägypten baute Beth Shean zu einer ägyptischen Festung auf kanaanäischem Boden aus (Gouverneurspalast mit „Sethosstele“ [s. das Bild li.]). Unter König David (um 1000 v. Chr.) wurde Beth Shean israelitisch.

Im 3. Jh. wurde am Fuße des Stadthügels die Stadt „Skythopolis“ gegründet. Diese hellenistische, später römische und danach byzantinische Stadt war wohlhabend, wovon zahlreiche Bauten Zeugnis ablegen: ein römisches Theater, Prachtstraßen mit Säulengängen und Läden, Thermenanlagen, Tempel für Dionysos und Zeus und vieles mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

               

Im Jahr 2017 haben wir nachstehende Vorträge angeboten:

 

 

Martin Luther25 Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr im Evangelischen Studienhaus Göttingen, eshg, Obere Karspüle 30, Göttingen.

Martin Luther und die Bibel – eine kritische Anfrage an unsere Kirchen

Referent ist Pastor i. R. Dr. Hermann Mahnke, Vorstandsmitglied der Göttinger Bibelgesellschaft. Er spricht über die Bedeutung der Bibel für Martin Luther und für die reformatorischen Kirchen der Gegenwart.

Ein viel zitierter reformatorischer Grundsatz lautet: „Ecclesia sem­per reformanda“ – „Die Kirche muss stets erneuert werden“. Das bedeutet praktisch: Gewohntes und Liebgewonnenes in der Kirche muss kritisch hinterfragt werden. Das Thema „Martin Luther und die Bibel“ em­p­findet Pastor i. R. Dr. Hermann Mahnke – Verfasser des Bibelkurses „Gottes Spuren entdecken!“ – als eine kritische Anfrage an unsere gegen­wärtige kirchliche Arbeit, in der er eine zentrale Beschäf­tigung mit der Bibel in der Gemeindearbeit weitgehend ver­misst. Es ist kein Gerin­gerer als Martin Luther selber, dessen Erfahrun­gen mit der Bibel Fragen an unsere kirchliche Praxis im Umgang mit der Bibel stellen; zugleich können Luthers Erfahrungen auch ein starker Impuls werden, uns er­neut und intensiver mit diesem Buch aus­einander zu set­zen – zum Besten unserer Kirche. Denn das ist ja das zentrale An­lie­gen Luthers: Dass die Bibel, Gottes Wort, wie­der den Stel­len­wert er­hält, der ihr zukommt, damals – wie auch heute.

 

 

 

Montag, 25. September 2017, 19 Uhr im Gemeindehaus der Reformierten Kirche, refo, Untere Karspüle 11, Göttingen

 

Ein Jahr „Luther 2017“ – Erste Erfahrungen aus dem gottesdienstlichen Gebrauch

 

Referenten sind Pastor Harald Storz, St. Jakobikirche Göttingen und Pastor Michael Ebener, Reformierte Gemeinde Göttingen. Die Referenten erläutern an Beispielen die sprachlichen Besonderheiten verschiedener Bibelübersetzungen.

Vor einem Jahr kam die revidierte Lutherbibel 2017 in die Buchhandlungen, genug Zeit für erste Erprobungen im Gottesdienst. Pastor Harald Storz (St. Jacobikirche) hat für viele Sonntage die letzte von Luther selbst redigierte Übersetzung 1545, die Revision 1984 und Luther 2017 miteinander verglichen, Beobachtungen zur aktuellen Textfassung vieler gottesdienstlicher  Lesungen zusammengetragen und festgestellt: Der „Luthersound“ ist nach wie vor unüberhörbar, doch es hat sich mehr geändert als auf den ersten Blick zu sehen.

Pastor Michael Ebener (Reformierte Gemeinde Göttingen) wird diese Eindrücke in Beziehung setzen zum Text der Zürcher (und der Neuen Genfer) Übersetzung und die Chancen und Grenzen des gottesdienstlichen Gebrauchs dieser Übersetzungen vorstellen.Kap. 02 1

 

  

 

 

 



„Israel und Kleinasien in Bild und Wort“ Referent Pastor i.R. Dr. Hermann Mahnke

jeweils um 19.00 Uhr im Evangelischen Studienhaus Göttingen, Obere Karspüle 30,

 

01 JerusalemHiskiamauer2015 eigenesPhotoBildervortrag I am Mittwoch 26. April 2017:

1000 Jahre Jerusalem: Vom kanaanäischen

Zen­trum bis zur israelitischen Metropole unter David und Salomo (1900 bis 900 v. Chr.)

 

Das kanaanäische Jerusalem war eine Bergfestung mit monu­men­t­a­len Stadt­mauern und einem ausgeklügelten Wasser­ver­sor­gungs­­­sys­tem. König David machte Jerusalem um 1000 v. Chr. zur Re­­­sidenzstadt seines Reiches und ließ einen in der Bibel bezeug­ten königlichen Palast erbauen, dessen Grundmauern von 2005 ab teilweise freigelegt wurden. Sa­lo­mo erweiterte Jerusalem um eine große Palastanlage und ließ den „salomonischen Tempel“ errichten. Kürzlich wurde ein vor dem Tempelplateau liegendes 37 m langes Stück der salomonischen Stadt­mauer ausgegraben, die den Palast- und Tempelbereich schützte.

  

   

 

    Jerusalem, Hiskiamauer

 

Bildervortrag II am Mittwoch 3. Mai 2017:

1000 Jahre Jerusalem: Von der Hauptstadt Judas bis zum

herodianischen Jerusalem (900 vor bis 100 nach Chr.)

20Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Zeit von König His­kia (Ende 8. Jh. v. Chr.). Zu sei­ner Zeit wurde das Nordreich „Is­rael“ von den Assyrern li­qui­diert, das Südreich „Juda“ ver­wüstet und Jerusalem belagert. Mit Hilfe einer neuen Stadt­mauer und eines aus dem Fel­sen geschlagenen unterirdischen Tunnels – er leitete das Wasser der außerhalb der alten Stadt­mauer gelegenen Gihonquelle ins Stadtinnere –, bereitete König Hiskia Jerusalem auf die assyrische Belagerung vor. Der noch heute begehbare „Hiskiatunnel“ – eine antike Meisterleistung – mündete in den „Teich Siloah“, der später unter König Herodes restauriert wurde. Im Jahre 2004 wurde dieser heute zugängliche Teich entdeckt. Er spielt auch in den Evangelien eine Rolle. 

 

   

 

 Jerusalem, Gihonquelle - verborgen in Karsthöhle

   

 

 

 

 

Bildervortrag III am Mittwoch 10. Mai 2017:

Auf den Spuren des Paulus in Lykien/Klein­­­asien: Die Hafenstädte Pha­selis und Myra

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Zunächst werden die heute in einem Pinienwald lie­gen­den beachtlichen Ruinen der einst bedeutenden an­tiken Ha­fen­stadt Phaselis besichtigt, die über 3 Häfen ver­fügte. Alex­ander d. Große bezog hier einst sein Winterquartier.

Die antike Handelsstadt Myra war durch ihren Hafen An­dri­ake mit dem Mittelmeer ver­bunden. Hier wechselten der Apostel Paulus und die ihn bewachenden Soldaten auf seiner Reise zum Prozess nach Rom das Schiff. In Myra sind beeindruckende lykische Felsengräber, ein The­ater und die wunderschön ausgemalte Nikolausbasilika zu be­sich­tigen, die an Myras einstigen Bischof erinnert.