Möchten Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten informiert werden senden Sie - ohne Anschreiben - eine leere Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

               

Wir bieten zwei Vorträge im September:

 

Martin Luther25 Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr im Evangelischen Studienhaus Göttingen, eshg, Obere Karspüle 30, Göttingen.

Martin Luther und die Bibel – eine kritische Anfrage an unsere Kirchen

Referent ist Pastor i. R. Dr. Hermann Mahnke, Vorstandsmitglied der Göttinger Bibelgesellschaft. Er spricht über die Bedeutung der Bibel für Martin Luther und für die reformatorischen Kirchen der Gegenwart.

Ein viel zitierter reformatorischer Grundsatz lautet: „Ecclesia sem­per reformanda“ – „Die Kirche muss stets erneuert werden“. Das bedeutet praktisch: Gewohntes und Liebgewonnenes in der Kirche muss kritisch hinterfragt werden. Das Thema „Martin Luther und die Bibel“ em­p­findet Pastor i. R. Dr. Hermann Mahnke – Verfasser des Bibelkurses „Gottes Spuren entdecken!“ – als eine kritische Anfrage an unsere gegen­wärtige kirchliche Arbeit, in der er eine zentrale Beschäf­tigung mit der Bibel in der Gemeindearbeit weitgehend ver­misst. Es ist kein Gerin­gerer als Martin Luther selber, dessen Erfahrun­gen mit der Bibel Fragen an unsere kirchliche Praxis im Umgang mit der Bibel stellen; zugleich können Luthers Erfahrungen auch ein starker Impuls werden, uns er­neut und intensiver mit diesem Buch aus­einander zu set­zen – zum Besten unserer Kirche. Denn das ist ja das zentrale An­lie­gen Luthers: Dass die Bibel, Gottes Wort, wie­der den Stel­len­wert er­hält, der ihr zukommt, damals – wie auch heute.

 

 

 

Montag, 25. September 2017, 19 Uhr im Gemeindehaus der Reformierten Kirche, refo, Untere Karspüle 11, Göttingen

 

Ein Jahr „Luther 2017“ – Erste Erfahrungen aus dem gottesdienstlichen Gebrauch

 

Referenten sind Pastor Harald Storz, St. Jakobikirche Göttingen und Pastor Michael Ebener, Reformierte Gemeinde Göttingen. Die Referenten erläutern an Beispielen die sprachlichen Besonderheiten verschiedener Bibelübersetzungen.

Vor einem Jahr kam die revidierte Lutherbibel 2017 in die Buchhandlungen, genug Zeit für erste Erprobungen im Gottesdienst. Pastor Harald Storz (St. Jacobikirche) hat für viele Sonntage die letzte von Luther selbst redigierte Übersetzung 1545, die Revision 1984 und Luther 2017 miteinander verglichen, Beobachtungen zur aktuellen Textfassung vieler gottesdienstlicher  Lesungen zusammengetragen und festgestellt: Der „Luthersound“ ist nach wie vor unüberhörbar, doch es hat sich mehr geändert als auf den ersten Blick zu sehen.

Pastor Michael Ebener (Reformierte Gemeinde Göttingen) wird diese Eindrücke in Beziehung setzen zum Text der Zürcher (und der Neuen Genfer) Übersetzung und die Chancen und Grenzen des gottesdienstlichen Gebrauchs dieser Übersetzungen vorstellen.Kap. 02 1

 

 

 

 

 

 

 

Im April und Mai veranstalteten wie eine 3-teiligen Bildervortragsreihe

„Israel und Kleinasien in Bild und Wort“ Referent Pastor i.R. Dr. Hermann Mahnke

jeweils um 19.00 Uhr im Evangelischen Studienhaus Göttingen, Obere Karspüle 30,

 

01 JerusalemHiskiamauer2015 eigenesPhotoBildervortrag I am Mittwoch 26. April 2017:

1000 Jahre Jerusalem: Vom kanaanäischen

Zen­trum bis zur israelitischen Metropole unter David und Salomo (1900 bis 900 v. Chr.)

 

Das kanaanäische Jerusalem war eine Bergfestung mit monu­men­t­a­len Stadt­mauern und einem ausgeklügelten Wasser­ver­sor­gungs­­­sys­tem. König David machte Jerusalem um 1000 v. Chr. zur Re­­­sidenzstadt seines Reiches und ließ einen in der Bibel bezeug­ten königlichen Palast erbauen, dessen Grundmauern von 2005 ab teilweise freigelegt wurden. Sa­lo­mo erweiterte Jerusalem um eine große Palastanlage und ließ den „salomonischen Tempel“ errichten. Kürzlich wurde ein vor dem Tempelplateau liegendes 37 m langes Stück der salomonischen Stadt­mauer ausgegraben, die den Palast- und Tempelbereich schützte.

  

   

 

    Jerusalem, Hiskiamauer

 

Bildervortrag II am Mittwoch 3. Mai 2017:

1000 Jahre Jerusalem: Von der Hauptstadt Judas bis zum

herodianischen Jerusalem (900 vor bis 100 nach Chr.)

20Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Zeit von König His­kia (Ende 8. Jh. v. Chr.). Zu sei­ner Zeit wurde das Nordreich „Is­rael“ von den Assyrern li­qui­diert, das Südreich „Juda“ ver­wüstet und Jerusalem belagert. Mit Hilfe einer neuen Stadt­mauer und eines aus dem Fel­sen geschlagenen unterirdischen Tunnels – er leitete das Wasser der außerhalb der alten Stadt­mauer gelegenen Gihonquelle ins Stadtinnere –, bereitete König Hiskia Jerusalem auf die assyrische Belagerung vor. Der noch heute begehbare „Hiskiatunnel“ – eine antike Meisterleistung – mündete in den „Teich Siloah“, der später unter König Herodes restauriert wurde. Im Jahre 2004 wurde dieser heute zugängliche Teich entdeckt. Er spielt auch in den Evangelien eine Rolle. 

 

   

 

 Jerusalem, Gihonquelle - verborgen in Karsthöhle

   

 

 

 

 

Bildervortrag III am Mittwoch 10. Mai 2017:

Auf den Spuren des Paulus in Lykien/Klein­­­asien: Die Hafenstädte Pha­selis und Myra

6

 

 

Zunächst werden die heute in einem Pinienwald lie­gen­den beachtlichen Ruinen der einst bedeutenden an­tiken Ha­fen­stadt Phaselis besichtigt, die über 3 Häfen ver­fügte. Alex­ander d. Große bezog hier einst sein Winterquartier.

Die antike Handelsstadt Myra war durch ihren Hafen An­dri­ake mit dem Mittelmeer ver­bunden. Hier wechselten der Apostel Paulus und die ihn bewachenden Soldaten auf seiner Reise zum Prozess nach Rom das Schiff. In Myra sind beeindruckende lykische Felsengräber, ein The­ater und die wunderschön ausgemalte Nikolausbasilika zu be­sich­tigen, die an Myras einstigen Bischof erinnert.